An Himmelfahrt gibt es für alle Freunde des Blitzschachs einen festen Termin: Das Mannschaftsblitzturnier in Schifferstadt. Zum 54. Mal wurde die Traditionsveranstaltung durchgeführt.
19 Viererteams meldeten sich für das Blitzspektakel in der Aula der Realschule Plus an, um den Wanderpokal aus dem Premierenjahr 1972 zu erobern. „Die Spieler schätzen die familiäre Atmosphäre sehr. Trotz Pokalen und Preisgeldern geht es hier vor allem um die Freude am Spiel“, betonte der Vorsitzende des Schachclubs Schifferstadt (SCS) Roland Meinhardt.
Gespielt wurde nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen die Uhr: Jeder Spieler hatte exakt fünf Minuten Zeit, um sein Gegenüber zu besiegen. Zudem war enorme Ausdauer gefragt, denn im Modus „Jeder gegen jeden“ wurden stolze 18 Runden absolviert.
Der Jugendleiter des SCS, Tobias Faulhaber, der auch in der Tunierleitung war, zeigte sich begeistert von der hochkarätigen Besetzung der Traditionsveranstaltung. „Wir hatten wirklich hochklassige Leute dabei, unter anderem mehrfache Pfalzmeister", machte er deutlich. „Die Teammitglieder mussten zudem nicht aus einem gemeinsamen Verein kommen – dementsprechend waren in diesem Jahr viele Mixed-Teams am Start."
Auch der ausrichtende SCS schickte drei Mannschaften ins Rennen, darunter ein reines Jugendteam. „Angesichts der starken Konkurrenz werden es die eigenen Vertreter sehr schwer haben“, dämpfte Faulhaber vorab die Erwartungen. Er selbst griff ebenfalls aktiv ins Geschehen ein. Gemeinsam mit dem dreimaligen Pfalzmeister Arkadi Syrov (SK Frankenthal), Steffen Piechot (Post SV Neustadt) und Jasmin Mangei (Karlsruher SF 1853) bildete er das Team „Tobi or not Tobi“. Das Quartett zählte zum erweiterten Favoritenkreis und erfüllte die Erwartungen vollauf. Nach fast sechs Stunden Spielzeit beendete die Truppe das Blitzspektakel auf einem starken dritten Platz. Lediglich den beiden Topfavoriten mussten sie den Vortritt lassen. Rang zwei ging an den mehrfachen Titelträger des SK Landau. Den Turniersieg sicherte sich das Mixed-Team „Ersatz-Rasselbande“. Die Spieler der Oberligavereine aus Kaiserslautern und Mainz, sowie ein Spieler vom SK Bingen dominierten das Feld und gaben im gesamten Turnierverlauf nur ein einziges Unentschieden ab. Die drei Heimmannschaften des SCS belegten am Ende die Plätze 12, 16 und 19.
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Die besten "Blitzer" an Himmelfahrt (v. l. n. r.): Michael Schenderowitsch, Manuel Weller, Lukas Seidler und Marius Lauer. Eingerahmt vom SCS Vorsitzenden Roland Meinhardt (links) und Turnierleiter Daniel Francke (rechts) |
Das Quartett "Tobi or not Tobi" erblitzte sich Rang drei (v.l.n.r.): Jasmin Mangei, Arkadi Syrov, Steffen Piechot, Tobias Faulhaber (ebenfalls eingerahmt von Roland Meinhardt und Daniel Francke) Die Siegermannschaft des SK Landau mit dem Wanderpokal |

